Digitaler Adventskalender 2021

04.12.2021 | Türchen 4
eingereicht von den Gruppenleiter*innen


03.12.2021 | Türchen 3
eingereicht von Annika


Lösung von dem gestrigen Rätsel: Maja strickt jeden Tag 12 Reihen während Raik jeden Tag 18 Reihen strickt. Beide haben nach vier Tagen insgesamt 108 Reihen gestrickt.

 

Heute

Morgen

Übermorgen

In drei Tagen

In vier Tagen

Maja

60

72

84

96

108

Raik

36

54

72

90

108

 

02.12.2021 | Türchen 2
eingereicht von Charlotte

Maja und Raik wollen zu Weihnachten jeder einen selbstgestrickten Schal verschenken. Maja ist stolz, wie viel sie schon geschafft hat. Sie erzählt: ”Ich stricke jeden Tag ungefähr 12 Reihen. Als ich heute aufgehört  habe, war mein Schal bereits 60 Reihen lang.“ ”Du bist ja schon weit!“, staunt Raik. ”Ich stricke jeden Tag 18 Reihen, aber ich habe erst gestern anfangen und deshalb erst 36 Reihen geschafft.“ 

In wie vielen Tagen werden Maja und Raik gleich viele Reihen gestrickt haben? Die Lösung gibt es morgen.

Aus: Känguru-Adventskalender maxi 2019, Mathematikwettbewerb Känguru e.V.

 

01.12.2021 | Türchen 1
eingereicht von Inga

Der kleine Wichtel war schon sehr alt und er hatte schon viele Weihnachten erlebt. Früher, als er noch jung war, ist er oft in der Adventszeit in das kleine Dorf gegangen und überraschte die Menschen mit kleinen Geschenken. Er war lange nicht mehr dort gewesen. Aber in diesem Jahr wollte der kleine Wichtel die Menschen wieder einmal besuchen. So machte er sich schließlich auf den Weg, setzte sich vor das große Kaufhaus der nahegelegenen Stadt und beobachtete still und leise das rege Treiben der vorbeieilenden Menschen. Die Menschen suchten Geschenke für ihre Familien und Freunde. Die meisten Menschen kamen gerade von der Arbeit und hetzten eilig durch die Straßen.


Die Gedanken des kleinen Wichtels wanderten zurück zu jener Zeit, in der es noch keine elektrischen Weihnachtsbeleuchtungen gab und er überlegte, ob die Menschen damals auch schon mit vollen Tüten durch die Straßen geeilt sind?

Nun, die Zeiten ändern sich, dachte der kleine Wichtel und schlich unbemerkt aus der überfüllten Stadt hinaus, zu dem alten Dorf, indem er früher immer gerne gewesen war. Er hatte genug von hetzenden Menschen, die scheinbar keine Zeit hatten. Sollte die Adventszeit nicht eine ruhige und besinnliche Zeit sein?

 

Schließlich kam er an das alte Haus, in dem schon viele Menschen gewohnt hatten. Früher war dieses Haus sein Lieblingshaus gewesen. Früher, als es noch kein elektrisches Licht gab und die Menschen ihr Haus mit Kerzen erleuchteten. Er erinnerte sich, dass sie auch keine Heizung hatten und die Menschen Holz ins Haus schafften, um es warmzuhalten. Er sah damals während der Adventszeit immer wieder durch das Fenster und beobachtete jedes Jahr dasselbe. Er die Mutter und Großmutter Plätzchen backen. Der Duft strömte durch das ganze Haus und drang sogar zu ihm nach draußen. Der Vater und der Großvater machten sich auf, um im Wald einen Weihnachtsbaum zu schlagen und ihn mühevoll nach Hause zu bringen. Es war kalt und sie freuten sich beim Heimkommen auf den warmen Tee, den die Mutter gekocht hatte.

Oftmals saßen die Menschen zusammen, um gemeinsam zu singen und der Großvater erzählte den Kindern spannende Geschichten. Die Kinder konnten es kaum erwarten, bis die Großmutter auf den Speicher stieg, um die Weihnachtskiste zu holen, denn das tat sie immer erst kurz vor Weihnachten. In dieser Kiste gab es viel zu entdecken. Strohsterne, Kerzen, Engel mit goldenem Haar und viele andere kostbare Dinge.

Aber das war lange her und es war eine andere Zeit. Eine Zeit des gemeinsamen Tuns, eine Zeit miteinander, eine Zeit füreinander. Von seinen Gedanken noch ganz benebelt, sah der kleine Wichtel auch heute durch das Fenster des alten Hauses und entdeckte die Familie darin, wie sie gemeinsam um den Adventskranz saß und der Vater den Kindern eine Geschichte vorlas. Nanu, dachte der kleine Wichtel, eine Familie, die nicht durch die Straßen hetzt.

Menschen die Zeit miteinander verbringen und die ihr Haus mit Kerzen erleuchten. 

Ja, heute ist eine andere Zeit, aber auch heute finden Menschen wieder füreinander Zeit. Dem kleinen Wichtel wurde es ganz warm ums Herz und er schlich leise, unbemerkt und erfreut davon.